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Wie ich zum Ayurveda kam (oder der Ayurveda zu mir)

Meine persönliche Geschichte über etwas das ich fand, obwohl ich es eigentlich gar nicht gesucht habe. Inspiriert von meiner lieben Kollegin Susanne Patzt und ihrem Einfall zur Blogparade:





Scrabble Ayurveda Buchstaben
Ayurveda

Wie bei vielen meiner Kolleginnen und Kollegen war mein Kennenlernen mit dem Ayurveda eine Zufallsbekanntschaft, doch genau wie bei meinem Ehemann wurde daraus sehr schnell die große Liebe und damit quasi "Liebe auf den den ersten Blick".


Doch von Vorne:



Kapitel 1: Die Vorgeschichte


Bettina in der psychosomatischen Reha
Bettinas Vorgeschichte

Mein Leben lag in Trümmern! Naja, ganz so dramatisch war es damals vor knapp drei Jahren vielleicht nicht, aber es fühlte sich für mich meistens so an.


Ich war fast Mitte 40 und gezeichnet von dem, was die Gesellschaft heutzutage wohl für normal hält. Verheiratet, Mutter von drei Teenies, davon ein Kind mit schweren gesundheitlichen Problemen (Neudeutsch: Special-Need Kid) und selbst bereits seit zwei Jahren arbeitsunfähig aufgrund diverser Erkrankungen, unter anderem einer chronischen Depression, Hashimoto, Hörverminderung mit Tinnitus und anderen Kleinigkeiten.


Ich hatte bereits eine 8-wöchige psychosomatische Reha, getrennt von meiner Familie, hinter mir, als im März 2020 die Coronapandemie all meine Fortschritte zu Nichte machte.


Es folgte ein weiterer Aufenthalt in einer Tagesklinik und schließlich im Januar 2021 eine orthopädische Reha, um die Beschwerden meiner beiden Bandscheibenvorfälle (HWS und LWS) zu lindern.


Kapitel 2: Die Wende


Die Wende habe ich einer sehr aufgeschlossenen und engagierten Ärztin in der Reha Klinik zu verdanken. Mit ihr konnte ich über meine Bedenken und Ängste, bezüglich meiner beruflichen Zukunft sprechen. In den letzten Jahren der Berufsunfähigkeit schwankte ich ständig zwischen dem Gefühl nie wieder irgendwo angestellt sein zu wollen und dem schlechten Gewissen, nichts zum Haushaltseinkommen beitragen zu können oder zu wollen.

Ihr Tipp war eine berufliche Reha mit einem besonderen Ziel:


"Wenn Sie ganz genau wissen, was sie in Zukunft machen möchten, und der Rentenversicherung einen guten Plan vorlegen, ist es durchaus möglich auch ungewöhnliche Maßnahmen, Ausbildungen oder Umschulungen genehmigt zu bekommen."

Und schon war meine Idee geboren! Ich wollte eine Yogalehrerinnen Ausbildung machen. Ich wollte zwar nicht unterrichten, aber Yoga fand ich für mich persönlich sehr wohltuend und so bekäme ich vielleicht weiterhin finanzielle Unterstützung von der Rentenversicherung.



Kapitel 3: Der Umweg

Yogalehrerinnen Ausbildung bei Yoga Vidya
Yoga


Gesagt, getan: Ich suchte mir eine ansprechende Yogalehrerinnenausbildung aus. Anbieter gibt es ja wie Sand am Meer, doch viele erschieden mir doch ein wenig zu teuer, sodass meine Wahl auf eine Ausbildung bei Yoga Vidya fiel. Zwei Jahre Ausbildung am Standort Düsseldorf mit Wochenendseminaren im Ashram in Bad Meinberg.


Die Unterlagen wurden von mir ausgedruckt und mit dem Antrag für die berufliche Reha zur Rentenversicherung geschickt.


Da die Yogalehrerinnenausbildung jedoch erst im Januar des folgenden Jahres starten sollte (11 Monate noch) und mir dieses Vereinsgebahren bei Yoga Vidya mit seinem großen Ashram und den strengen Regeln (kein Alkohol, kein Fleisch oder Fisch, natürlich auch keine Drogen oder Nikotin und tägliche Teilnahme am Satsang und Karma Yoga) leicht suspekt war, beschloss ich kurzerhand eine "Schnupperausbildung" vorab zu machen.


Und da war er - der Ayurveda!


Kapitel 4: Fast am Ziel


Ich meldete mich für die Ausbildung zur "Ayurvedischen Gesundheits- und Ernährungsberaterin" an.


Wichtig zu erwähnen ist vielleicht, dass ich mich sowohl beruflich, als auch privat viel mit Gesundheit und Ernährung beschäftigt hatte, aber zu diesem Zeitpunkt wie viele andere Menschen Ayurveda auch mit Aloe Vera hätte verwechseln können. Ich hatte noch nie eine ayurvedische Massage, keine ayurvedische Mahlzeit und auch noch nie einen Dosha Test ausgefüllt.


Es muss mir also irgendetwas tief in mir einen gehörigen Hinterntritt versetzt haben, um diesen Schritt zu gehen und damit alles zu verändern. Denn einmal eingetaucht in das uralte Wissen vom Leben, dem Ayurveda, wollte ich mich nie wieder mit etwas anderem beschäftigen.


Kapitel 5: Glückliches Ende


Einen Monat nach Beginn der Ayurveda Ausbildung bekam ich Bescheid von der Rentenversicherung: Meine berufliche Reha war genehmigt worden, ein Sachbearbeiter vereinbarte eine Telefongespräch mit mir, um zu besprechen, wie es mit mir weitergehen könnte.


Eins vorab: Die Yogalehrerinnenausbildung wurde aufgrund meiner körperlichen Beschwerden abgelehnt, aber die wollte ich da ja schon gar nicht mehr machen.


Ich teilte dem total verdutzten Mitarbeiter der RV also mit, dass ich mich jetzt schon selber, um eine Ausbildung bemüht hatte und nun einen Gründungszuschuß für meine Selbstständigkeit als Ayurveda Beraterin beantragen würde.


Ein Sprung von der Berufsunfähigkeit in die Selbstständigkeit ist natürlich sehr ungewöhnlich und so brauchte der Berater der RV zwei Wochen Recherche- und Bedenkzeit und teilte mir dann aber mit, dass er fasziniert von dem "Ayurveda Thema" sei, ich gute Aussichten auf Erfolg in meiner Region damit hätte und die Rentenversicherung gerne den Gründungszuschuß genehmigt.


Kapitel 5: Zu guter Letzt

Mama und Baby Ayurveda für Körper, Geist und Seele
Ayureadyforveda Logo


Seit dem 01. November 2021 bin ich jetzt offiziell Ayurveda Gesundheits- und Ernährungsberaterin in meinem Unternehmen "Ayureadyforveda".

Seit dem habe ich mich stetig weitergebildet in Massagetechniken, bin Achtsamkeitstrainerin, Expertin auf dem Gebiet der ayurvedischen Frauenheilkunde, ayurvedische postpartum Doula, Hüterin des heiligen Kreises, angehende (und jetzt kommt es) Yogalehrerin für Prä- und Postnatal Yoga und genau zwei Jahre nach der Geschäftsgründung auch noch in Sound Healing ausgebildet.




Danke an Alle


ayurvedische postpartum Doula auf dem Weg zu Mama und Baby
Bettina als Ayur Doula

Das Alles wäre ohne den Ayurveda nicht möglich gewesen. Er hat mir geholfen, mich besser zu verstehen und meine Umwelt besser zu verstehen. Ich achte mehr auf meine Bedürfnisse, habe wieder Freude am Leben, am Lieben und am Lernen bekommen und darf anderen Menschen, insbesondere Frauen wie mir, dabei helfen, dass auch für ihr Leben zu schaffen.

Durch die Arbeit mit dem Ayurveda, im Einklang mit mir und mit der Natur, lebe ich mein Dharma, meine Bestimmung.


Natürlich ist es auch ein Verdienst meiner Familie und besonders meiner ersten Liebe auf den ersten Blick, meines Ehemannes, die mich in dieser Zeit immer unterstützt haben, einen Behandlungsraum in unserem kleinen Häuschen geräumt haben, Flyer verteilt haben und mich bis heute immer liebevoll daran erinnern, was ayurvedisch ist und was nicht.


Und wenn Du Dich jetzt vielleicht ein kleines bisschen inspiriert fühlst und auch etwas über den Ayurveda kennenlernen möchtest, oder Dir eine ayurvedische Unterstützung in Schwangerschaft oder im Wochenbett wünscht, oder Dich einfach mal fallen lassen möchtest und Dich gehalten fühlen willst bei einer ayurvedischen Massage, dann melde Dich gerne bei mir!






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